
Eine WordPress Website umziehen zu lassen kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein. Der bisherige Hoster ist zu langsam, die Serverleistung reicht nicht mehr aus, die Website soll auf eine neue Infrastruktur übertragen werden oder die Domain wird geändert.
Auf den ersten Blick scheint ein WordPress Umzug relativ einfach zu sein: Dateien kopieren, Datenbank übertragen und Domain anpassen.
In der Praxis steckt allerdings deutlich mehr dahinter.
Eine WordPress Website besteht nicht nur aus den sichtbaren Dateien. Die Datenbank, Konfiguration, Plugins, Theme, Uploads, PHP-Version, E-Mail-Einstellungen und Serverumgebung müssen miteinander funktionieren.
Bei einem professionellen Umzug geht es deshalb nicht nur darum, die Website auf dem neuen Server sichtbar zu bekommen.
Sie sollte anschließend vollständig funktionieren und möglichst ohne Ausfall erreichbar bleiben.

Wann sollte man eine WordPress Website umziehen?
Ein Umzug kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden.
Häufig ist der bisherige Hoster der Auslöser. Die Website lädt langsam, der Support reicht nicht aus oder die vorhandene Serverumgebung passt nicht mehr zu den Anforderungen.
Auch steigender Traffic kann einen Wechsel sinnvoll machen.
Eine kleine Unternehmenswebsite benötigt andere Ressourcen als ein WooCommerce-Shop mit vielen Produkten und Bestellungen.
Manchmal ist auch die technische Umgebung veraltet. Eine ältere PHP-Version wird nicht mehr unterstützt oder der Server bietet nicht mehr die benötigten Funktionen.
Ein weiterer Grund kann eine Übernahme der Website durch einen neuen Entwickler sein.
In allen Fällen sollte vor dem Umzug geprüft werden, was tatsächlich übertragen werden muss und welche technische Umgebung die bestehende Website benötigt.
WordPress Umzug zu einem neuen Hoster
Der klassische Fall ist der Wechsel zu einem neuen Hosting-Anbieter.
Dabei bleiben Domain und Website-Adresse normalerweise unverändert.
Die Website wird zunächst auf dem neuen Server eingerichtet. Dateien und Datenbank werden übertragen. Anschließend wird getestet, ob WordPress dort korrekt funktioniert.
Erst wenn die neue Umgebung bereit ist, wird die Domain auf den neuen Server umgestellt.
Das hat einen entscheidenden Vorteil:
Die bestehende Website kann während der Vorbereitung weiterhin beim bisherigen Hoster erreichbar bleiben.
So lässt sich das Risiko eines längeren Ausfalls reduzieren.
WordPress Website auf neuen Server umziehen
Ein Serverwechsel ist technisch nicht immer identisch mit einem einfachen Hosterwechsel.
Die neue Umgebung kann sich deutlich vom bisherigen System unterscheiden.
Vielleicht läuft dort eine andere PHP-Version. Die Datenbankversion kann abweichen. Bestimmte PHP-Erweiterungen sind möglicherweise nicht installiert oder die Serverkonfiguration funktioniert anders.
Eine WordPress Website, die auf dem alten Server problemlos läuft, muss deshalb nicht automatisch auf dem neuen Server funktionieren.
Vor dem Umzug sollte die technische Umgebung möglichst genau geprüft werden.
Was wird bei einem WordPress Umzug übertragen?
Zu einer vollständigen WordPress Website gehören mehrere Bestandteile.
Die WordPress Dateien bilden nur einen Teil davon.
Dazu kommen insbesondere die Datenbank und der Upload-Bereich. Dort befinden sich beispielsweise Medien, Beiträge, Seiten und weitere Inhalte.
Auch Plugins und Themes müssen übertragen werden.
Bei individuellen Websites kommen zusätzlich eigene Plugins, Theme-Anpassungen oder spezielle Konfigurationsdateien hinzu.
Je nach Projekt müssen außerdem weitere Bereiche berücksichtigt werden.
Dazu können beispielsweise gehören:
- individuelle Cronjobs
- externe Schnittstellen
- E-Mail-Konfigurationen
- SSL-Zertifikate
- Weiterleitungen
- Caching
- Serverregeln
- Suchmaschinen-relevante Einstellungen
Ein WordPress Umzug ist deshalb immer abhängig vom konkreten Projekt.
WordPress Datenbank umziehen
Die Datenbank ist ein zentraler Bestandteil des Umzugs.
Sie enthält unter anderem Inhalte, Einstellungen und zahlreiche Informationen der WordPress Installation.
Bei WooCommerce kommen weitere geschäftlich relevante Daten hinzu.
Die Datenbank muss deshalb korrekt exportiert und auf dem neuen System wieder importiert werden.
Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Zeichencodierung, Datenbankzugang und die Verbindung zwischen WordPress und Datenbank korrekt funktionieren.
Ein Fehler an dieser Stelle kann dazu führen, dass zwar alle Dateien vorhanden sind, die Website aber trotzdem nicht funktioniert.
WordPress Dateien übertragen
Neben der Datenbank müssen die Dateien der Installation übertragen werden.
Dazu gehören unter anderem WordPress Core, Plugins, Themes und Uploads.
Besonders der Ordner mit den hochgeladenen Medien kann bei älteren Websites sehr groß sein.
Auch individuelle Dateien dürfen nicht vergessen werden.
Ein häufiger Fehler bei einem Umzug besteht darin, nur die Standard-WordPress Dateien zu übertragen und individuelle Anpassungen zu übersehen.
Die Website sieht anschließend möglicherweise zunächst ähnlich aus, bestimmte Funktionen fehlen jedoch.
WordPress Website ohne Ausfall umziehen
Wenn eine geschäftlich wichtige Website umgezogen wird, sollte möglichst kein längerer Ausfall entstehen.
Dafür wird der neue Server normalerweise vorbereitet, während die alte Website noch aktiv ist.
Die Website kann auf dem neuen System zunächst über eine alternative Adresse oder eine technische Vorschau getestet werden.
Dabei sollten wichtige Funktionen kontrolliert werden.
Erst wenn die neue Installation funktioniert, wird die Domain auf den neuen Server umgestellt.
Durch diese Vorgehensweise lässt sich die Umschaltphase sehr kurz halten.
Ein absolut unterbrechungsfreier Wechsel lässt sich allerdings nicht bei jeder Konfiguration garantieren. DNS-Änderungen und andere technische Faktoren können eine Rolle spielen.
DNS beim WordPress Umzug
Wenn die Domain beim Umzug bestehen bleibt, muss sie auf den neuen Server zeigen.
Dafür werden die entsprechenden DNS-Einträge angepasst.
Je nach DNS-Konfiguration kann die Änderung unterschiedlich schnell bei verschiedenen Nutzern sichtbar werden.
Deshalb sollte die alte Website nicht sofort gelöscht werden, sobald die Domain geändert wurde.
Während der Umstellung können noch Besucher auf die bisherige Infrastruktur gelangen.
Eine gewisse Übergangszeit sollte deshalb eingeplant werden.
WordPress Umzug mit Domainwechsel
Ein Domainwechsel ist etwas anderes als ein reiner Serverumzug.
Wenn beispielsweise aus alte-domain.de eine neue Domain wird, müssen nicht nur Server und Dateien übertragen werden.
Auch die URLs der Website ändern sich.
Das betrifft interne Links, Medien, Canonical-Tags, Weiterleitungen und zahlreiche weitere Stellen.
Für SEO ist dieser Unterschied besonders wichtig.
Ein Domainwechsel sollte deshalb sorgfältig vorbereitet werden.
WordPress Domainwechsel und SEO
Ein schlecht durchgeführter Domainwechsel kann zu erheblichen SEO-Problemen führen.
Wenn alte URLs plötzlich nicht mehr erreichbar sind, verlieren Suchmaschinen den Zusammenhang zwischen den bisherigen und den neuen Seiten.
Deshalb sollten relevante alte URLs per 301-Weiterleitung auf die entsprechenden neuen URLs weitergeleitet werden.
Dabei sollte nicht einfach jede alte URL auf die Startseite zeigen.
Wenn beispielsweise ein Blogartikel auf der alten Domain existiert, sollte die Weiterleitung möglichst auf den entsprechenden Artikel der neuen Domain zeigen.
So bleiben bestehende Strukturen besser nachvollziehbar.
WordPress Umzug ohne SEO-Verlust
Ein reiner Hostingwechsel ist aus SEO-Sicht normalerweise deutlich unkomplizierter als ein Domainwechsel.
Die URLs bleiben gleich.
Trotzdem können auch beim Serverumzug SEO-Probleme entstehen, wenn beispielsweise die Website während des Wechsels nicht erreichbar ist oder wichtige Einstellungen verloren gehen.
Deshalb sollten nach dem Umzug insbesondere folgende Punkte kontrolliert werden:
Funktionieren die URLs?
Sind die wichtigsten Seiten erreichbar?
Sind Weiterleitungen weiterhin aktiv?
Werden Canonical-Tags korrekt ausgegeben?
Ist die Website für Suchmaschinen erreichbar?
Sind robots.txt und XML-Sitemap korrekt?
Solche Prüfungen gehören zu einem sauberen WordPress Umzug dazu.
SSL-Zertifikat nach dem Umzug
Nach einem Serverwechsel muss auch HTTPS funktionieren.
Das SSL-Zertifikat kann je nach Hosting-Umgebung unterschiedlich eingerichtet werden.
Wenn HTTPS nicht korrekt funktioniert, können Browser Sicherheitswarnungen anzeigen oder bestimmte Ressourcen werden nicht mehr geladen.
Auch Weiterleitungen von HTTP auf HTTPS sollten überprüft werden.
Gerade wenn die Website bereits vollständig auf HTTPS läuft, sollte diese Struktur beim Umzug erhalten bleiben.
WordPress E-Mails nach dem Umzug
Ein Bereich wird bei WordPress Umzügen besonders gerne übersehen: E-Mails.
Die Website kann funktionieren, während Kontaktformulare plötzlich keine Nachrichten mehr verschicken.
Das kann an einer geänderten Serverkonfiguration oder einer anderen Mail-Umgebung liegen.
Wenn die Website Formulare, Benutzerregistrierungen, WooCommerce-Bestellungen oder Passwort-Zurücksetzungen verwendet, sollte die E-Mail-Funktion nach dem Umzug getestet werden.
Ein erfolgreicher Umzug bedeutet schließlich nicht nur, dass die Startseite lädt.
Die wichtigen Funktionen müssen ebenfalls funktionieren.
WooCommerce Website umziehen
Bei einem WooCommerce-Shop sollte ein Umzug besonders sorgfältig vorbereitet werden.
Hier geht es nicht nur um Seiten und Produkte.
Bestellungen, Kunden, Warenkorb-Funktionen, Zahlungsanbieter und Versandoptionen können geschäftskritisch sein.
Bei einem laufenden Shop sollte deshalb möglichst vermieden werden, dass während des Umzugs neue Bestellungen entstehen und anschließend nicht auf dem neuen System vorhanden sind.
Je nach Shop und Datenmenge kann deshalb eine spezielle Vorgehensweise notwendig sein.
Vor dem endgültigen Umschalten sollte insbesondere der komplette Bestellprozess getestet werden.
WordPress Website mit Elementor oder Avada umziehen
Auch Page Builder und komplexe Themes müssen beim Umzug berücksichtigt werden.
Bei einer mit Elementor, Avada oder einem anderen umfangreichen Theme aufgebauten Website können zusätzliche Einstellungen und generierte Dateien eine Rolle spielen.
Nach dem Umzug sollte deshalb nicht nur die Startseite geprüft werden.
Auch verschiedene Seitentypen und responsive Darstellungen sollten getestet werden.
Wenn beispielsweise CSS- oder JavaScript-Dateien nicht korrekt geladen werden, kann die Website auf den ersten Blick erreichbar sein, obwohl das Layout beschädigt ist.
WordPress Umzug und PHP-Version
Ein Serverwechsel ist eine gute Gelegenheit, die PHP-Version zu überprüfen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass man automatisch die aktuellste verfügbare Version aktivieren sollte.
Bei einer bestehenden Website müssen WordPress, Plugins, Theme und individueller Code mit der PHP-Version kompatibel sein.
Wenn der alte Server beispielsweise eine sehr alte PHP-Version verwendet und der neue Server nur aktuelle Versionen anbietet, sollte vor dem Umzug getestet werden, ob die Website damit funktioniert.
So können Probleme bereits vor der DNS-Umschaltung erkannt werden.
WordPress Website nach dem Umzug testen
Nach einem Umzug sollte nicht nur geprüft werden, ob die Startseite funktioniert.
Eine vollständige Kontrolle sollte sich an den tatsächlichen Funktionen der Website orientieren.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Startseite und wichtige Unterseiten
- Kontaktformulare
- Navigation
- Suche
- Login
- Medien und Bilder
- mobile Darstellung
- Newsletter
- WooCommerce
- Zahlungsanbieter
- Schnittstellen
- Weiterleitungen
Welche Punkte relevant sind, hängt von der Website ab.
Je komplexer das Projekt, desto umfangreicher sollte der Test ausfallen.
Warum WordPress Umzüge bei bestehenden Websites schwierig werden können
Eine einfache WordPress Website kann relativ unkompliziert umgezogen werden.
Bei älteren Projekten können dagegen zahlreiche individuelle Anpassungen vorhanden sein.
Vielleicht gibt es eigene Plugins. Vielleicht wurde Code direkt im Theme angepasst. Vielleicht existieren Cronjobs oder externe Schnittstellen.
Auch die Datenbank kann über Jahre gewachsen sein.
Der Umzug selbst ist dann nur ein Teil der Aufgabe.
Entscheidend ist, die vorhandene technische Struktur vollständig zu erfassen.
WordPress Website umziehen lassen oder selbst machen?
Ein einfacher WordPress Umzug kann technisch durchaus selbst durchgeführt werden.
Wenn es sich um eine kleine Website handelt und die technische Umgebung überschaubar ist, lässt sich der Wechsel häufig mit geeigneten Tools bewältigen.
Bei einer geschäftlich wichtigen Website sieht die Rechnung allerdings anders aus.
Wenn die Website während des Umzugs nicht funktioniert, können Anfragen, Verkäufe oder Leads verloren gehen.
Bei WooCommerce oder komplexen individuellen Websites können Fehler außerdem schwerer zu erkennen sein.
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den WordPress Website Umzug von einem erfahrenen Entwickler durchführen zu lassen.
WordPress Umzug durch einen Entwickler
Ein Entwickler kann nicht nur die Dateien und Datenbank übertragen.
Er kann gleichzeitig prüfen, ob die bestehende Website auf der neuen Umgebung korrekt funktioniert.
Das ist besonders bei älteren Installationen relevant.
Wenn beim Umzug beispielsweise ein veraltetes Plugin auffällt, kann das Problem direkt analysiert werden.
Auch Serverkonfiguration, PHP, Datenbank, SSL und individuelle Funktionen können berücksichtigt werden.
So wird aus einem reinen Kopiervorgang ein kontrollierter technischer Umzug.
Vor dem WordPress Umzug: Backup erstellen
Vor jeder größeren Veränderung sollte ein vollständiges Backup vorhanden sein.
Das Backup sollte mindestens die WordPress Dateien und die Datenbank umfassen.
Bei individuellen Websites können weitere Konfigurationen relevant sein.
Wichtig ist außerdem, dass der gesicherte Stand tatsächlich wiederherstellbar ist.
Ein Backup sollte nicht erst dann überprüft werden, wenn der Umzug bereits fehlgeschlagen ist.
WordPress Website nach dem Umzug schneller machen
Ein Serverwechsel wird manchmal genutzt, um gleichzeitig die Performance zu verbessern.
Das kann sinnvoll sein, sollte aber getrennt vom eigentlichen Umzug betrachtet werden.
Zunächst sollte die Website möglichst unverändert auf dem neuen Server funktionieren.
Anschließend lässt sich analysieren, ob die neue Umgebung tatsächlich schneller ist und wo weitere Optimierungen sinnvoll sind.
Wenn während des Umzugs gleichzeitig Theme, Plugins, PHP-Version und Caching verändert werden, wird die Fehlersuche unnötig schwierig.
Eine saubere Migration arbeitet deshalb möglichst kontrolliert.
Fazit: WordPress Website sicher umziehen lassen
Eine WordPress Website umziehen zu lassen bedeutet mehr, als Dateien auf einen neuen Server zu kopieren.
Datenbank, Plugins, Theme, PHP, SSL, DNS, E-Mail, individuelle Funktionen und bei Bedarf auch SEO-Strukturen müssen berücksichtigt werden.
Besonders bei bestehenden Websites sollte der Umzug vorbereitet und auf dem neuen Server getestet werden, bevor die Domain umgeschaltet wird.
Bei einem reinen Hosterwechsel lassen sich Ausfallzeiten dadurch meist sehr kurz halten. Bei einem Domainwechsel müssen zusätzlich Weiterleitungen und SEO-Aspekte berücksichtigt werden.
Je komplexer die bestehende WordPress Website ist, desto wichtiger ist ein kontrollierter Umzug statt einer schnellen Migration auf Verdacht.

